+49 (0) 2102 94 34 500

Trotz Kameras und Warnautomatik: Der Schulterblick rettet Leben!

Kein Wunder, dass Fahrlehrer und Prüfer auf die Ausführung des Schulterblicks ein besonderes Augenmerk legen.

Und das ist auch gut so. Wir von A1A Automotive helfen Ihnen dabei, den Schulterblick beim täglichen Fahren (wieder) selbstverständlich einzusetzen. Für Lkw- und Transporterfahrer geben wir besondere Tipps, um den toten Winkel nicht aus den Augen zu verlieren und andere Verkehrsteilnehmer jederzeit sehen zu können.

Wo befindet sich der tote Winkel?

Als toter Winkel wird der Bereich neben und hinter dem Fahrzeug bezeichnet, den Autofahrer trotz zahlreicher Spiegel nicht sehen können. Die Transporter, LKW, Busse und Autos sind zwar dank Rückspiegel und Seitenspiegel relativ gut ausgestattet, um das Geschehen hinter und neben uns überblicken zu können – aber irgendwo ist immer diese eine Stelle, die uns für den Moment von wenigen Sekunden verborgen bleibt. Das betrifft besonders die Seitenspiegel: Wenn wir geradeaus fahren, befindet sich der tote Winkel etwa ab Höhe der Seitenspiegel bis diagonal nach hinten. Schauen wir jetzt in den Seitenspiegel, sehen wir dennoch nur einen Bruchteil dessen, was neben uns geschieht. Das macht das Abbiegen besonders gefährlich – wenn man sich ausschließlich auf seine Seitenspiegel verlässt.

Wie kann ich als Fahrer den toten Winkel ausschließen?

Ganz einfach: mit dem Schulterblick. Egal, ob ich abbiege oder überhole: Der Schulterblick ist die einzige effektive Möglichkeit, um den vollen Durchblick zu behalten. Dies geht natürlich nur, wenn die Fenster freie Sicht zulassen. Besonders gefährlich ist der tote Winkel auf der rechten Seite. Um beim Abbiegen versehentlich keinen herannahenden Radfahrer zu erwischen, muss ich mich unbedingt umgucken. Nur so können auch Objekte außerhalb des Spiegels rechtzeitig wahrgenommen werden. Durch den Schulterblick und langsames Herantasten beim Abbiegen können schwere Unfälle vermieden werden.

Praktische Verhaltenstipps gegen den toten Winkel

– Ob links oder rechts: Wenn Sie abbiegen wollen, schauen Sie immer zuerst in den Innenspiegel.

– Anschließend sehen Sie in den rechten bzw. linken Außenspiegel. Danach folgt der Blick über die eigene rechte bzw. linke Schulter. Und erst dann langsam wieder angefahren und abbiegen.

– Beim Überholen gilt zusätzlich: Rechtzeitig blinken und langsam die Spur wechseln.

Welche zusätzlichen Tipps gibt es für Transporter- / LKW-Fahrer?

Fahrer von Transportern und Lkws müssen besonders aufmerksam sein. Sie sitzen sehr hoch und haben dadurch nicht nur an der Seite sondern auch vorne einen nicht einsehbaren, toten Winkel. Was ist dagegen zu tun? Die Entdeckung der Langsamkeit kann hier Menschenleben retten. Wer in einem hohen Fahrzeug sitzt, sollte sich grundsätzlich immer besonders langsam und vorsichtig an eine Kreuzung oder Kurve herantasten. Das gilt auch für Überholmanöver. 

Gibt es auch technische Helfer gegen den toten Winkel?

Ja. Aber sie ersetzen den lebensrettenden Schulterblick nicht. Viele neuere Fahrzeuge sind mit speziellen Warnern in den Spiegeln ausgestattet. Diese erkennen Objekte wie überholende Autos oder herannahende Fahrradfahrer, die sich seitlich hinter dem Fahrzeug befinden. Eine andere Möglichkeit sind spezielle Zusatzspiegel, die einen größeren Blickwinkel erlauben. 

Extra-Tipp von A1A: Rundumsicht ab 3,5 Tonnen

Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen müssen laut Straßenverkehrsordnung mit einer „Rundumsicht“ ausgestattet sein, um alle wesentlichen Verkehrsvorgänge beobachten zu können. Hier können Frontkameras eine weitere gute Möglichkeit sein, um das Geschehen im Blick zu behalten.