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Reifen wechseln – So vermeiden Sie Lagerschäden

Wenn man nach der „Von O bis O“-Regel geht, also von Ostern bis Oktober und umgekehrt, dann stehen in den kommenden Tagen und Wochen deutschlandweit Millionen Reifenwechsel an. Der Herbst ist bald da, der Winter nicht mehr weit und wenn der so wahrhaftig wird, wie der Sommer, dann sollte man besser früher als später die Winterreifen draufziehen lassen. Doch wohin mit den Rädern, die man gerade abmontiert hat? Kann man bei der Lagerung Fehler machen? Ja, und die können teuer werden!

Einlagerung bei der Werkstatt/beim Händler

Oftmals besteht dort, wo man die Reifen montieren lässt, die Möglichkeit, die gerade abmontierten Räder einlagern zu lassen. Das kann je nach Art der Einlagerung, teilweise auch nach Reifengröße, bis zu 100 Euro und mehr kosten. Die Räder kommen dann sicher ins Regalfach, wo sie, meist aufrecht stehend, auf den Einsatz im nächsten Frühjahr warten.

Wem dies zu teuer ist, der kann die Räder jedoch auch selbst lagern. Hierbei gibt es einige Schritte, die man unternehmen kann, um die Reifen vor Schäden zu bewahren:

Schritt 1: Reifen säubern und auf Schäden prüfen

Wenn man die Räder demontiert hat und die Winterreifen aufgezogen sind, sollte man die Sommerreifen auf Schäden prüfen. Hat man sich eventuell etwas in den Reifen gefahren, was einen steten und langsamen Luftverlust nach sich ziehen könnte? Ist die Felge, besonders bei Alufelgen, unversehrt und gerade? Oder weist sie Beulen und Kratzer auf, die die Standfestigkeit beeinträchtigen könnten? Nach der Überprüfung sollte man die Reifen gründlich säubern, am besten mit Felgenreiniger und Wasser.

Schritt 2: Profiltiefe messen und Markierung anbringen

Außerdem sollte man vor der Einlagerung die Profiltiefe messen. Der Gesetzgeber schreibt eine Profiltiefe von mindestens 1,6mm vor. Allerdings nehmen die Fahreigenschaften und die Haftung bei einer Resttiefe von unter  4mm deutlich ab, wodurch man bereits früher die Reifen wechseln sollte, um im Fall der Fälle gewappnet zu sein. Gleiches gilt übrigens auch für Reifen, die älter als sechs Jahre sind. Auch hier schreibt der Gesetzgeber den Austausch vor. Das Alter erkennt man indes an der DOT-Nummer am Reifenrand. Wenn man sicher ist, dass die Reifen auch die kommende Saison überstehen, markiert man diese mit Kreide nach der jeweiligen Position. Üblich sind Kennzeichnungen wie „VL“ für vorne links oder „HR“ für hinten rechts. So stellt man sicher, dass der Reifen in der nächsten Periode wieder an den richtigen Platz kommt. 

Schritt 3: Einlagerung

Die Lagerung der Räder sollte in möglichst trockener, kühler und abgedunkelter Umgebung stattfinden. Die UV-Einstrahlung macht nämlich vor allem der Gummimischung der Reifen zu schaffen. Während Räder ohne Felgen stehend gelagert werden können, sollten Kompletträder liegend übereinander gestapelt werden. Als Materialschoner kann zusätzlich Karton zwischen die Reifen gelegt werden oder es wird ein Reifenbaum verwendet, der trennende Plastikteile zwischen den einzelnen Rädern hat. 

Mit diesen Tipps können Sie sicher gehen, dass Ihre Räder auch in der kommenden Saison voll abfahren!